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Was ist alles 2017 bei uns im Nationalpark-Haus passiert? Ein kleiner Jahresrückblick.

Im März konnten wir ein kleines Jubiläum feiern, denn unsere Mitarbeiterin Iris Frambach ist nun schon seit zehn Jahren bei uns. Angefangen hat die Ozeanographin, deren Wurzeln sich hier auf Juist befinden, wie viele andere auch als Praktikantin. Nach Beendigung des Studiums und einer Saisonanstellung in einem anderen Nationalpark-Haus wurde sie erst saisonale Mitarbeiterin und seit zwei Jahren ist sie ganzjährig bei uns beschäftigt.

Neben den üblichen Saisonvorbereitungen gab es im März noch ein zweites wichtiges Ereignis: Als Wattführer/in hat man eine staatliche Prüfung abgelegt, um überhaupt Wattwanderungen anbieten zu können. Darüber hinaus konnte man sich allerdings noch zum Nationalpark-Wattführer zertifizieren lassen, was u.a. bedeutet, sich regelmäßig fortzubilden. Dieses Zertifikat haben sowohl Iris Frambach als auch Rafael Spreitzer und Jens Heyken. Da diese Zertifizierung inzwischen aber überarbeitet wurde, durften diese drei Anfang März eine kleine Prüfung ablegen und sich nun offiziell „zertifizierte Natur- und Landschaftsführer“ nennen. Somit sollte gewährleistet sein, dass auch in Zukunft die von uns angebotenen Veranstaltungen auf einem qualitativ guten Niveau durchgeführt werden.

So konnte dann die Saison 2017 beginnen, allerdings nicht ohne zuvor unsere personelle „Saisonverstärkung“ zu begrüßen. Und da haben wir auch in diesem Jahr wieder wunderbare Menschen gefunden, die uns sowohl die komplette Saison tatkräftig unterstützt haben als auch teilweise für jeweils zwei Monate. Zum einen durften wir unsere österreichische Mitabeiterin, Manuela Neussl, aus dem Vorjahr wieder in Empfang nehmen. Das hat uns besonders gefreut, zeigt es doch, dass die Arbeit hier vor Ort Spass macht und man gerne wiederkommt. Zum anderen konnten wir Janna Wieder für uns gewinnen, die nach ihrer Ausbildung zur Erzieherin und einem Studium im Bereich Landschaftsplanung und Naturschutz als Praktikantin Erfahrungen im außerschulischen Umweltbildungsbereich sammeln wollte. Mit dieser und mit der Unterstützung von zwei weiteren „Kurzzeitpraktikantinnen“, die uns im Frühjahr und Herbst jeweils den Rücken freigehalten haben, konnten wir auch im letzten Jahr wieder einen Rekord bei den durchgeführten Veranstaltungen verbuchen. Trotzdem blieb auch wieder ein wenig Zeit, um an neuen Veranstaltungen zu basteln.

Unsere Wattwanderungen haben wir durch eine weitere ergänzt. Der „Spaziergang auf dem Meeresgrund“ richtet sich vor allem an Erwachsene, aber auch an Familien mit älteren Kindern und wurde gleich sehr gut von den Gästen angenommen. In Zusammenarbeit mit der Universität Oldenburg wurden zwei Kinderveranstaltungen entwickelt, die sich mit den Themen „Farbe des Meeres“ und „Salz im Meer“ beschäftigen. Bei beiden Angeboten sollen die Kinder durch entsprechende Versuche an diese Themenfelder herangeführt werden und so aktuelle Dinge aus der Meeresforschung erfahren. Auch bei den Zugvogeltagen 2017 hatten wir wieder die eine oder andere neue Veranstaltung im Programm. An dieser Stelle möchten wir uns ganz besonders beim Bremer Reno Lottmann bedanken, der uns die gesamten Zugvogeltage über mit seinem unglaublich großen ornithologischen Fachwissen hervorragend unterstützt hat. Und zuletzt gab es dann noch im Herbst einen neuen Vortrag zu den Amphibien und Reptilien auf den ostfriesischen Inseln, bei dem man einen spannenden Einblick in das Leben und Vorkommen dieser Tiere bei uns bekommen konnte.

Was ist sonst noch so passiert? Im Rahmen des Wissenschaftsjahrs Meere und Ozeane waren wir Ausgabestelle für kostenlose „Forschersets“. Kinder bekamen von uns nach unserer Kescher-Veranstaltung „SchollenBob und seine Freunde“ einen Stoffbeutel, dessen Inhalt aus einer Becherlupe, einem kleinen Kescher, einer Forschungsanleitung und einem Quartett sowie einem Forschermagazin besteht, um anschließend eigenständig am Strand oder zu Hause weiterzuforschen. Apropos Meere und Ozeane, seit geraumer Zeit beherbergen wir auch einen neuen Meeresbewohner in unseren Aquarien. Ein Hummer ist in einem Juister Restaurant gerade nochmal aus dem Kochtopf gesprungen und benötigte nun ein neues Zuhause. Offensichtlich fühlt er sich bei uns recht wohl, denn mittlerweile hat er sich schon ein erstes Mal gehäutet.

Sicher ist übrigens ebenso, dass es 2018 weiter die beliebten Fahrten zur Vogelinsel Memmert gibt, da Kapitän Eilers eine weitere Saison die „Wappen von Juist“ steuern wird. In diesem Jahr war die Nachfrage nach diesen Touren besonders groß und wir vermuten, dass es an einem großen Artikel über die Memmertfahrten in einer großen deutschen Zeitung lag. Wer also bislang noch keine Gelegenheit hatte, diesen besonderen Tagesausflug zu erleben, der kann 2018 einen neuen Anlauf nehmen.

Der Herbst 2017 wartete mit wechselhaftem, regnerischem Wetter auf. Alle 14 Tage rauschte ein Sturmtief durch und bescherte uns einige kleinere Sturmfluten, die erste bereits Mitte September (siehe Foto). Mal schauen, wie viele Stürme uns der Rest des Winters noch bringt... Wir hoffen, bis zum Saisonstart Mitte März sind sie alle durchgezogen!